Aktuelles

AKTUELLES


 

Unterstützung bei der Registrierung Ihrer Ferienimmobilie

turismo cadizViele Immobilieneigentümer, die ihr Apartment oder Haus in Andalusien an Touristen vermieten, sind bezüglich der neuen Verordnung, die am 11. Mai 2016 in Kraft tritt, verunsichert und wissen nicht wie und wo sie sich registrieren müssen um weiterhin legal zu vermieten.

Um diese Registrierungsnummer zu erhalten sind einige Voraussetzungen notwendig und viele Formalitäten zu erledigen – Behördendgänge, die mit großem Zeitaufwand verbunden sind, eventuelle sprachliche Hürden für ausländische Eigentümer und möglicherweise Zeitmangel für einen Aufenthalt in Spanien.

 

Conil-TurismoDamit Sie Ihre Ferienunterkunft  weiterhin sorglos und legal vermieten können, bieten wir für Vermieter mit  Immobilien in Conil und Umgebung, in Kooperation mit der Tourismus-Initiave Conil (C.I.T.) eine komplette Abwicklung an.

 


Für weitere Informationen nehmen Sie mit uns Kontakt auf.


 

Ferienhausvermietung – neues Gesetz

zu vermietenSeit Jahrzehnten schon werden an der Costa de la Luz, sowie in ganz Andalusien, vor allem in den Küstenregionen und in den Sommermonaten private Unterkünfte an Touristen vermietet. Früher allerdings in kleinem Rahmen, die Familien rückten enger zusammen und  man vermietete Zimmer oder Wohnungen.

Schon in den 90-er Jahren entstanden Vermittlungsagenturen für Ferienunterkünfte, die vermehrt Unterkünfte im Internet anboten. In Zeiten des Baubooms wurden zahlreiche Häuser und Wohnungen gebaut, rein zum Zweck der Vermietung. Mittlerweile gibt es unzählige Vermietungsportale für spanische sowie auch für ausländische Touristen,  wobei die wenigsten Eigentümer angemeldet sind und Steuern auf die Einkünfte zahlen.

Das soll sich nun ändern. Das Amt für Tourismus und Sport  (Consejeria de Turismo y Deporte de la Junta de Andalucia) hat am 2. Februar 2016 ein neues Gesetz herausgebracht  womit die Vermietung von Wohnraum für touristische Zwecke geregelt werden soll und das am 11. Mai 2016 in Kraftt treten soll.

Jeder private Eigentümer der seine Immobilie zu touristischen Zwecken vermietet, muss diese Aktivitität  bei der Junta de Andalucia (Consejeria de Turismo y Deporte) anmelden. Dazu muss ein Formular mit den genauen Daten der Unterkunft ausgefüllt werden. Danach wird geprüft, ob alle Voraussetzungen zur Vermietung erfüllt sind und dann bekommt man einen Eintrag  in das zentrale Tourismusregister. Die Nummer wird folgendermaßen aufgegliedert:  z.B. VFT/ CA/0000  (VFT=touristische Vermietung, CA=Provinz, 0000= lfd. Nummer). Diese Nummer muss immer in den entsprechenden Internetportalen angegeben werden.

Die Registrierungsstelle in Cádiz finden Sie hier:
Pza. de Asdrúbal nº 6. 
11071 
Cádiz
Tel: 956.006.300
Mail: dpcadiz.ctc@juntadeandalucia.es

Nachfolgend stellen wir einen Download des Gesetzestextes zur Verfügung.

Gesetzestext zur Ferienhausvermietung

> DOWNLOAD : Boletin Oficial de la Junta de Andalucia    Decreto 28/2016, de 2 de febrero, de las viviendas con fines turísticos y de modificación del Decreto 194/2010, de 20 de abril, de establecimientos de apartamentos turísticos.

 

> FAQ zu diesem Gesetz

> Artikel vom 2. Februar aus dem Diario de Cádiz

> Weitere Infos zu diesem Gesetz in deutscher Sprache

> Neue Lizenzpflicht für Ferienimmobilien in Andalusien

 

 

 

 

Steuern beim Immobilienerwerb in Spanien

Steuern beim Immobilienkauf in Spanien
Artikel aus der Zeitschrift „Grundbesitz International“
Ausgabe 6/7, November 2015

Von RA und Notar Dr. jur. Hermann Thebrath, Fachanwalt für Steuerrecht
Dres. jur. Thebrath, Hälverstraße 5, D – 58579 Schalksmühle

Die Deutsche und Schweizerische Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e.V. steht seit mehr als 40 Jahren  für aktiven Verbraucherschutz im Dienst nüchtern rechnender Investoren, die ihr hart erarbeitetes Geld lieber im sonnigen Süden angelegt haben oder genau das planen.
www.schutzgemeinschaft-ev.info

Teil I

Mit dem vorliegenden Beitrag sollen die Steuerpflichten beim Kauf, dem Halten/Innehaben einer in Spanien belegenen Immobilie wie auch beim Verkauf dargestellt werden.

1. Vorbemerkungen

Bei dem Erwerb, dem Halten und dem Verkauf von in Spanien gelegenen Immobilien haben sowohl der spanische Zentralstaat, aber auch die autonomen Gebietskörperschaften (Autonomías) und schließlich auch die Gemeinden in verschiedenen Bereichen sowohl Steuererhebungs- wie auch Steuerbeitreibungskompetenzen. Folge davon ist, auszuschweißendes z.B. bei dem Erwerb einer spanischen Immobilie unterschiedliche Steuerpflichten ausgelöst werden können. Dieseunterschiedlichen Steuerpflichten sind dann gegebenenfalls auch gegenüber verschiedenen Steuerbehörden abzuwickeln.
Beispielhaft sind nur die unterschiedlichen Steuerregelungen für die kanarischen Inseln anzuführen, teils aber auch für das Baskenland und Navarra.Im Hinblick auf diese Steuerpflichten betreffend
Steuern für Spanien-Immobilien gibt es zur Erfassung der Steuerpflichtigen unterschiedliche Steuernummern:
– die NIF (numéro de identificatión fiscal): dies istdie generelle Steuernummer für spanische Staatsangehörige;
– die CIF (código de identificación fiscal): dies istdie Steuernummer für juristische Personen;
– die NIE (numero de identificación de extranjeros):dies ist die Steuernummer für Ausländer, und zwar ohne Unterschied, ob der betreffende Ausländer in Spanien lebt oder außerhalb Spaniens. Ein sog. Steuerausländer, der „nichtresidenter Immobilieneigentümer“ in Spanien ist, muß – wie dies in anderen Ländern auch der Fall ist – einen sogenannten „Steuerrepräsentanten“ benennen. Aus rein praktischen Gründen ist dies allein schon deswegen sinnvoll, da sonst Zustellungen, die Fristen zur Folge haben, „im spanischen Briefkasten des Immobilieneigentümers liegen“ und der im Ausland wohnende Immobilieneigentümer hiervon überhaupt nichts erfährt. Deswegen ist es auch das ureigenste Interesse eines nichtresidenten Immobilieneigentümers, den Steuerbehörden gegenüber in Spanien einen Steuerrepräsentanten zu benennen.

2. Steuern beim Immobilienerwerb

a) Impuesto sobre transmisiones patrimoniales y actos jurídicos documentados (ITP)

Die „kurz gesagt“ ITP,  Impuesto sobre transmisiones patrimoniales ist die spanische Vermögensüberlassungsteuer einschließlich Grunderwerbsteuer bei dem Kauf einer Gebrauchtimmobilie oder eines Rechtes an einer Immobilie. Diese Steuer ist geregelt Decreto legislativo1/1993 v. 24.09.1993, BOE v. 20.10.1993.
Das spanische Steuerrecht kennt keine gesonderte Grunderwerbssteuer, wie dies in Deutschland der Fall ist. Die vorstehend angeführte Vermögensüberlassungssteuer umfaßt vielmehr die Grunderwerbsteuer.
Die Vermögensüberlassungssteuer ist in den Art. 7-18 VBStG geregelt. Sie erfaßt die entgeltliche Übertragung von Wirtschaftsgütern (also z.B. Immobilien und auch Grundstücke) einschließlich Rechten und auch die Begründung von Rechten zwischen lebenden natürlichen oder juristischen Personen.
Diese „Grunderwerbssteuer“ fällt auf den Kaufpreis an, und zwar bei Entgelten bei einem entgeltlichen Immobilienkauf zwischen Privatpersonen, vorausgesetzt, der Kauf unterliegt nicht der Umsatzsteuer (siehe dazu unten).
Die Erhebungskompetenz betreffend die „Grunderwerbsteuer“ steht den autonomen Gebietskörperschaften (Autonomías) zu. Der Steuersatz dieser Grunderwerbsteuer wird von den Gebietskörperschaften, also den Comunidades Autó-nomas, jeweils bestimmt und angepaßt. Wenn diese von ihrem Recht auf Steuersatzbestimmung verzichten, finden die im VBStG festgelegten Steuersätze Anwendung.
In Spanien wird diese Grunderwerbsteuer wohlgemerkt als „Vermögensübertragungssteuer“ bezeichnet. Sie ist durchaus der deutschen Grunderwerbsteuer vergleichbar.
Die Bemessungsgrundlage für diese Grunderwerbsteuer, also der Betrag, von dem der jeweilige Steuersatz zu berechnen ist, ist der Verkehrswert (valor real) der gekauften Immobilie (Art. 10 Abs. 1 RDITP). Die spanischen Steuerbehörden orientieren sich betreffend die Bemessungsgrundlage in der Praxis grundsätzlich am vereinbarten Kaufpreis. Gleichwohl haben die spanischen Steuerbehörden die Möglichkeit (Art. 46 Abs. 1
RDITP), den Grundstückswert selbst festzusetzen, dabei unter Umständen auch einen noch nicht entrichteten Differenzbetrag nachzuerheben. In den Fällen, in Grundbesitz international 6/7–2015
20 dnen der zwischen den Kaufvertragsparteien vereinbarte Kaufpreis
höher als der Verkehrswert ist,ist Bemessungsgrundlage jedoch nicht der Verkehrswert, sondern der tatsächlich zwischen den Parteien vereinbarte Kaufpreis (Art. 46 Abs. 3 RDITP), abzüglich der steuerlichabzugsfähigen Lasten. Dazu gehören
– die Abgaben,
– Retenbarwerte,
– Grunddienstbarkeiten etc., die den Verkehrswert des Grundstücks mindern.

Allerdings mindern Verbindlichkeiten und durch Grundschulden oder Hypotheken abgesicherte Schulden nicht die Bemessungsgrundlage.Die Grunderwerbsteuer wird im Wege einer Selbstveranlagung (autoliquidación) erhoben. Sie muß von den Kaufvertragsparteien innerhalb von 30 Arbeitstagen ab Vertragsschluß angemeldet werden und gleichzeitig mit der Anmeldung sofort entrichtet werden. Die Praxis sieht aber in der Regel so aus, daß zunächst der spanischen Steuerbehörden die escritura vorgelegt wird. Rein praktisch wird dadurch die soeben angeführte Frist von 30 Arbeitstagen ab Vertragsschluß „stillschweigend“ verlängert. Bei Nichtbeachtung der Pflicht kann die Immobilie aber nicht in das Eigentumsregister eingetragen werden. Ebenfalls kann keine Umschreibung im Eigentumsregister erfolgen, wenn die Entrichtung dieser Vermögensübertragungssteuer“ nicht nachgewiesen wird (Art. 254 f. LH). Wird diese Selbstveranlagungspflicht im übrigen mißachtet, fallen je nach Dauer sogar Säumniszuschläge von bis zu 20 % an!Da in der escritura oftmals nur ein niedrigerer Kaufpreis als der tatsächlich vereinbarte Kaufpreis angegeben wird, hat dies zur Folge, dass – zumindest zunächst – eine reduzierte Steuer festgesetzt wird.
Sollte aber der entweder deklarierte oder durch die escritura nachgewiesene Kaufpreis unter dem tatsächlichen Verkehrswert der Immobilie liegen, ist es schon vorprogrammiert, daß insoweit der Kaufvertrag durch die spanische Finanzbehörde überprüft wird, jedenfalls in den meisten Fällen. Liegt dann der Verkehrswert höher als der zwischen den Parteien vereinbarte Kaufpreis, erläßt die spanische Steuerbehörde einen neuen Steuerbescheid mit der Folge der Verpflichtung der Nachentrichtung des sich dann ergebenden Differenzbetrages.Denkbar ist, daß z.B. bei einer Zwangsversteigerung eine Immobilie nicht unerheblich unter dem Verkehrswert von dem Ersteigerer erworben wird. Gleichwohl wird die Grunderwerbsteuer dann ausschließlich nach dem tatsächlichen Verkehrswert berechnet.
Oftmals wurde in der Vergangenheit der Erwerb einer spanischen Immobilie durch eine spanische GmbH
oder AG (S.L. oder S.A.) im Hinblick auf die Vermeidung der Grunderwerbsteuer sowohl empfohlen wie
auch durchgeführt.
Hier stellt sich in Spanien die Frage eines Gestaltungsmißbrauchs. Unabhängig davon stellen sich insoweit dazu auch in einkommensteuerrechtlicher Hinsicht Fragen einer Steuerpflicht in Deutschland wie
auch insbesondere potentielle Fragen einer Steuerhinterziehung in Deutschland (siehe dazu Beiträge im
GI 7/2013 Sonderteil Spanien Seite 15-17 sowie GI 1/2014 Blick über die Grenzen/Kurzinfos Seite 8).
Die Grunderwerbsteuer selbst verjährt in Spanien nach 4 Jahren.Oftmals erfolgt der Kauf einer spanischen Immobilie aber auch mit einer ausländischen notariellen Urkunde. In derartigen Fällen beginnt die Verjährungsfrist erst mit Vorlage der notariellen Kaufvertragsurkunde bei einer spanischen Behörde (Art. 50 Abs. 3 RDITP).

b) Impuesto sobre el valor añadido IVA, L 37/1992 v. 27.12.1992, BOE v. 29.12.1992 (Umsatzsteuer)

Rechtsgrundlage für die spanische Mehrwertsteuer ist das am 01.01.1993 in Kraft getretene Mehrwertsteuergesetz nebst Rechtsverordnung (Reglamento) zur Mehrwertsteuer.
Die Grunderwerbsteuer und die Umsatzsteuer schließen sich beide (wie auch in Deutschland) bei einem
Immobilienkauf gegenseitig aus (Art. 4 Nr. 4 LIVA), wobei in Einzelfällen Reduzierungen der Steuersätze
denkbar sind.
Umsatzsteuer fällt an, wenn der Verkäufer ein Unternehmer ist (Art. 4 Nr. 1 LIVA).
Wie auch bei der Grunderwerbsteuer ist Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer, also der Betrag, von dem
der Umsatzsteuersatz berechnet wird, der vereinbarte Kaufpreis (aber nur dieser).
Die Steuersätze sind zum Teil unterschiedlich. Der Normalsteuersatz beträgt in Spanien 21 % (Stand
01.09.2015). Die letzte Änderung trat zum 01.09.2012 in Kraft.
Im Gegensatz zur Grunderwerbsteuer ist und bleibt betreffend die Umsatzsteuer Bemessungsgrundlage nur der tatsächlich bezahlte und beurkundete Kaufpreis. Bei der Umsatzsteuer wird also nicht, auch
wenn der Verkehrswert der Immobilie tatsächlich höher ist, der Verkehrswert angesetzt.
Steuerschuldner gegenüber der spanischen Finanzbehörde ist der Bauträger. Demgegenüber ist aber
Zahlungsschuldner der Erwerber des Objekts.
Auf den kanarischen Inseln wird die IVA an nicht erhoben. Allerdings gelten auf den kanarischen Inseln insoweit steuerliche Besonderheiten.
Der angeführte Steuersatz gilt auf dem Festland und auch den Balearen. Die Kanarischen Inseln sowie die
in Afrika liegenden Städte Ceula und Mellila gelten betreffend die Mehrwertsteuer nicht als Inland. Sie werden in mehrwertsteuerrechtlicher Hinsicht in der EU als Drittland behandelt.

c) Impuesto sobre Actos Jurídicos Documentados (Beurkundungsteuer)

Die Beurkundungssteuer ist geregelt in Art. 27-44VBStG. Sie sieht eine Besteuerung für bestimmte notarielle Beurkundungen vor, z.B. für die eccritura.
Auf Immobilienkäufe, die in Spanien umsatzsteuerpflichtig sind, kommt also zusätzlich noch die sogenannte Beurkundungsteuer hinzu. Der Steuersatz dieser Beurkundungsteuer ist in den spanischen Regionen/Ländern unterschiedlich. Allerdings ist die Besteuerung niedrig. Anknüpfungspunkt für die Beurkundungssteuer ist z.B. die Anzahl der notariell beurkundeten Seiten der Urkunde. Diese Steuer wird darum auch als „Stempelsteuer“ bezeichnet.
Die Beurkundungssteuer ist aber für notarielle Urkunden nachrangig. Dies bedeutet, daßsie nur erhoben
wird, wenn das Urkundsgeschäft nicht auch gleichzeitig den Steuerbestand der ITP (s.o.) oder der Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer erfüllt.

d) Gebühren Eintragung Eigentumsregister

Weiter fallen auch Gebühren für die Eintragung in das Eigentumsregisters bei dem Erwerb einer Immobilie an.
Diese Gebühren wie auch die soeben angeführte Beurkundungsteuer sind für beide Berufsgruppen, nämlich Notare und die sogenannten Registradores, in gesetzlichen Gebührenordnungen jeweils festgelegt.
a) Plusvalia (Wertzuwachssteuer)
Die sogenannte „Wertzuwachssteuer“ ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften vom Veräußerer zu tragen. Oftmals wird aber vertraglich vereinbart, daß diese vom Käufer zu tragen ist.
Da die Wertzuwachssteuer eine Steuer ist, die beim Verkauf von Immobilieneigentum anfällt, wird diese ausführlich wahrscheinlich im übernächsten Heft des GI beim Kapitel „Steuern beim Verkauf von Immobilien“ dargestellt.
b) Impuésto sobre Construcciones, Instalaciones y Obras (Bausteuer)
Wenn ein Neubau nicht vom Bauträger gekauft wird, sondern ein Neubau selbst errichtet wird, fällt die Bausteuer an. Sie kann je nach Gemeinde bis zu ca. 4 % der Baukosten betragen. Das Grundstück unterfällt zunächst der ITP.
Mit der Neubauerklärung muß der Eigentümer weiter einen Steuersatz auf den Wert der Bebauung entrichten. Dieser Steuersatz liegt i.d.R. zwischen 0,5 % und 1 %.

Fahrzeug-Ummeldung in Spanien

Mit einem festen Wohnsitz in Spanien (residencia) geht nach EU-Gesetz auch die Pflicht einher, sein Auto in der lokalen Gemeinde anzumelden und dort seine Steuern zu entrichten. Dies stellt sich in Spanien allerdings als weitaus komplizierter heraus, als dies in Deutschland der Fall ist und könnte als Königsdisziplin der spanischen Bürokratie bezeichnet werden. Die Anmeldung erfordert viele Behördengänge und kann unter Umständen mehrere Wochen dauern. Die einzelnen Schritte sollen nun vorgestellt werden.

Auto-Ummeldung SpanienWer seinen Steuerwohnsitz nach Spanien verlegt und damit als Resident in Spanien gilt, ist laut Gesetz verpflichtet, die Ummeldung innerhalb von 30 Tagen in die Wege zu leiten. Die recht kostspielige Ummeldung kann sich jedoch auch für die Besitzer eines Ferienwohnsitzes lohnen, da die dauerhaften Kosten in der Regel niedriger sind als in Deutschland. Um sich Mühe und Komplikationen zu sparen, kann es hilfreich sein, sich die Hilfe einer Gestoria, einer Beratungsagentur zu nehmen. Diese übernehmen gegen eine Gebühr den Prozeß und verfügen über Erfahrung und die nötige Sprachkompetenz auf diesem Gebiet. Hier sollten jedoch Kostenvoranschläge von mehreren Gestorias eingeholt und verglichen werden. Auch der spanische Automobilclub RACE verfügt über eine Gestoria, die in dieser Angelegenheit unterstützt.

Die Autoummeldung für Residenten in Spanien umfaßt folgende Schritte:

1. Prüfung, ob das Auto überhaupt ummeldbar ist. Nur weil das Auto in Deutschland zugelassen ist, muß das nicht bedeuten, daß es in der ganzen EU zugelassen werden kann. Seit 2010 sind Autos, die die Euro4-Abgas-Norm und damit die EU-Typgenehmigung nicht erfüllen, nicht ummeldbar. Das betrifft vor allem Autos mit einem Baujahr vor etwa 1997. Ob das Auto diese Bedingung erfüllt, könnte beim Händler oder in einer entsprechenden Werkstatt erfragt werden.

2. Zur Ummeldung benötigt man eine EU- Übereinstimmungsbescheinigung (Certificate of Conformity, kurz CoC). Zur Anerkennung (spanisch homologación) des Wagens und Erhalt des Certificado de caracteristicas, das für die Anmeldung des Autos nötig ist, wird der KFZ-Brief (Zulassungsbescheinigung Teil II) benötigt. Die Ausstellung des Certificado de
caracteristicas erfolgt durch eine entsprechende Werkstatt, dem Händler oder einem OnlineService unter https://www.eurococ.eu/de und kostet etwa 150 bis 200 Euro.

3. Als nächstes benötigt das Fahrzeug eine spanische TÜV-Abnahme, der hier ITV (Inspección Técnica de Vehiculos) genannt wird. Dafür muß das Certificado de caracteristicas und Fahrzeugschein sowie Brief vorgelegt werden. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 50- 100 Euro. Wenn die Prüfung bestanden ist, kann die ficha técnica, die spanische ITV Bescheinigung, später abgeholt werden.

4. Mit der ITV-Zulassung kann sich an das örtliche Finanzamt (Hacienda) gewendet werden, um das Auto dort anzumelden und die Zulassungssteuer (impuesto especial de vehiculos de transporte, auch impuesto de matriculacion genannt) zu entrichten. Diese richtet sich nach dem Zeitwert des Wagens, seinem Hubraum und dem CO2-Ausstoß. Die Berechnung folgt in der jeweiligen Niederlassung des Finanzamts oder kann telefonisch unter 901-33 55 33 erfragt werden Eine unabhängige Berechnung kann in einer Gestoria erfolgen. Die Zulassungssteuer entfällt jedoch, wenn der Wagen als Umzugsgut deklariert wird. Dafür muß jedoch der vorherige deutsche Wohnsitz (mind. 1 Jahr) durch eine Abmeldebescheinigung nachgewiesen werden und das Fahrzeug muß sich mindestens ein halbes Jahr im Besitz des Ummelders befinden (Meldebescheinigung des Autos, Kaufvertrag). Außerdem wird die Meldebescheinigung in der spanischen Gemeinde (Certificado de Empadronamiento) benötigt. Wird das Auto als Umzugsgut deklariert, darf es ein Jahr nicht verkauft werden.

5. Wenn die Zulassungssteuer entrichtet werden muß, muß die Zahlung dem Finanzamt berichtet werden. Dies erfolgt entweder online mit dem modelo 576, wofür jedoch vorher eine elektronische Unterschrift (certificado digital) im Finanzamt beantragt werden muß oder man vereinbart einen Termin mit dem Finanzamt (Telefon: 901-20 03 46). Die Zahlung muß innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden, daher sollte erst der Termin vereinbart werden, bevor die Zahlung vorgenommen wird. Die Zahlung der Zulassungssteuer kann in der Filiale einer Bank vorgenommen werden. Diese benötigt dafür die Steuer- bzw. NIE-Nummer (Identifikationsnummer) des Ummelders und nimmt die Zahlung direkt vor.

6. Wenn das Fahrzeug zugelassen ist, muß die KFZ-Steuer (impuesto de vehiculos de traccion mecanica, kurz IVTM) entrichtet werden. Dies erfolgt im Rathaus (Racaudación) der jeweiligen Gemeinde.

7. Wie auch in Deutschland besteht in Spanien eine Versicherungspflicht. Bei all diesen Behördengängen sollte daher nicht vergessen werden, eine spanische Autoversicherung abzuschließen. In einem Schadensfall können so unnötige Komplikationen vermieden werden und sie sind in der Regel etwas günstiger. Auch hier lohnt sich ein Vergleich. Die Abmeldung der deutschen Versicherung sollte schließlich selber vorgenommen werden, hierfür ist häufig eine Kopie der spanischen Anmeldung nötig.

8. Sind alle Steuern bezahlt, müssen in der zuständigen Verkehrsbehörde (Jefatura de trafico) Verkehrsabgaben (trasas de tráfico) gezahlt und alle bisherigen Bescheinigungen vorgelegt werden. Damit erhält man den spanischen Fahrzeugschein (permiso de circulación) und kann sich ein spanisches Kennzeichen anfertigen lassen.

Die deutschen Fahrzeugpapiere werden von der Verkehrsbehörde, der Dirección General de Tráfico, eingezogen. Daher ist es empfehlenswert, sich davon gestempelte Kopien aushändigen zu lassen. Die Papiere werden schließlich zur Abmeldung an die entsprechende Behörde in Deutschland weitergeleitet. Dies kann jedoch lange Zeit in Anspruch nehmen, mit den gestempelten Kopien verfügt man über einen Nachweis zur Abmeldung in der deutschen Zulassungsstelle und kann dies, wenn nötig, selbst erledigen. Wie die Abmeldung hier erfolgt, sollte bestenfalls vorher geklärt werden.

Diese sollte möglichst bald nach der Anmeldung in Spanien erfolgen, um unnötige KFZ-Steuern in Deutschland zu vermeiden. Mit dem Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs, das bereits in Spanien zugelassen war, entfällt ein großer Teil des Aufwandes, allerdings muß es innerhalb von 10 Tagen bei der Jefatura de trafico mit dem Fahrzeugbrief umgeschrieben werden (Solicitud de Transferencia), sofern vorher bereits ein Auto gemeldet war. Auch übernehmen Händler häufig einen Teil der Anmeldung. Es kann daher durchaus einfacher und nervenschonender sein, sich in Spanien ein neues oder gebrauchtes Auto zu kaufen, anstatt das alte aus Deutschland mitzuführen. Ein Merkblatt zur KFZ-Zulassung in Spanien findet sich ebenfalls auf den Seiten des Deutschen Konsulats Málaga auf www.malaga.diplo.de

Artikel aus „Grundbesitz International“ Ausgabe 4 – 2015
der Deutschen und Schweizerischen Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e. V.

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Wenn Sie in Conil de la Frontera oder Umgebung ein Fahrzeug ummelden möchten und zahlreiche, zeitaufwendige Behördengänge und Papierkrieg vermeiden wollen, können wir Ihnen eine fachkundige Gestoria empfehlen.

Falls Sie die Kosten für die Gestoria  (ca. 150 Euro) sparen möchten, stellen wir Ihnen gerne die sehr ausführliche Anleitung von Sascha Bang (http://www.camino-verde.es) zur Verfügung:

pdf
DOWNLOAD KFZ-Zulassung (338 KB, 16 Seiten)

Auslandsbesitz melden – Modelo 720

MOdelo 720Seit 2013 sieht der spanische Gesetzgeber vor, dass alle steuerpflichtige Spanier und ausländische Residenten in Spanien ihr Vermögen ab 50.000 Euro im Ausland melden müssen.

In Spanien gilt im Rahmen der Einkommenssteuer (IRPF) das Welteinkommensprinzip, so erhofft sich der spanische Staat mehr Einnahmen bei Kapitalerträgen aus dem Ausland oder Mieteinnahmen.

Um sein Auslandsvermögen zu melden findet man im Internet das „Modelo 720“ und dieses kann nur auf elektronischem Wege ausgefüllt werden. Wer das selber aufgrund von fehlenden Sprach- oder Internet-Kenntnissen nicht kann, sollte eine Gestoria (Steuerberater) aufsuchen.
Für eine Meldung des Vermögens von 2014 ist die Frist bereits abgelaufen. Für das Jahr 2015 muss das Formular zwischen dem 1. Februar und 30. April 2016 abgeschickt werden. Die Erklärung hat reinen Informationscharakter, aus ihr leitet sich kein direkte Steuerzahlungs-Pflicht ab.

Das Formular Modelo 720 unterscheidet drei verschiedene Vermögensformen:
– Auslandskonten, Girokonten, Tagesgeld, Sparguthaben
– Wertpapiere, Lebensversicheungen,
– Immobilien, Grundstücke

Für jede Vermögensform muss ein eigenes Formular ausgefüllt werden. Wenn Sie z.B. in Deutschland nur ein Sparkonto mit über 50.000 Euro besitzen, aber keine Wertpapiere oder Immobilien, dann müssen Sie nur ein Formular ausfüllen. Besitzen Sie ausserdem jedoch noch eine Immobilie in Deutschland, (vielleicht sogar mit Mieteinnahmen) im Wert von z.B. 150.000 Euro müssen Sie ein zweites Formular ausfüllen.

Wenn Sie das Modelo 720 nicht, bzw. unvollständig oder falsch abgeben, drohen hohe Geldstrafen
(10.000 Euro pro Vermögensform).

Hier finden Sie das „Modelo 720“ : https://www.agenciatributaria.gob.es/AEAT.sede/tramitacion/GI34.shtml

Gegen die Meldepflicht für Auslandsvermögen sind derzeit noch verschiedene Klagen anhängig.
Siehe Artikel in der Mallorca-Zeitung

Ausländische Residenten in Spanien müssen ab 19.1.2015 ihren Führerschein umtauschen

carnet

Bildquelle: www.dgt.es

Ausländer aus der EU, die seit 2 Jahren ihren festen Wohnsitz in Spanien haben, müssen ab morgen, den 19. Januar 2015 den in ihrem Heimatland ausgestellten Führerschein gegen einen spanischen umtauschen. Betroffen sind ca. eine Million Residenten Durch diesen Erlass soll bewirkt werden, dass Ausländer, deren Führerschein lebenslang gültig ist (oder bis zu einem gewisssen Alter, wie in Norwegen oder England) nicht im Vorteil gegenüber Spaniern sind, die ihren Führerschein in festgelegten Zeiträumen (5-10 Jahre,abhängig vom Alter) nach einer Gesundheitsprüfung verlängern müssen.
Wer seinen Führerschein nicht umtauscht muss mit einem Bussgeld  von 200 Euro rechnen.

Für die Beantragung des spanischen Führerscheins müssen Sie sich zunächst einen Termin bei Ihrem zuständigen Verkehrsamt  holen. Dieses geht per Telefon 060 und auch online über www.dgt.es.

Folgende Dokumente werden benötigt:

  • Ausweis, Pass, N.I.E.
  • Führerschein – Original und Kopie
  • Gesundheitszeugnis
  • Foto (32x26mm)
  • Antrag, erhältlich beim Verkehrsamt
  • 23,50 Euro in bar

Es besteht die Möglichkeit, dass Residenten, die sich kürzer als 2 Jahre in Spanien aufhalten, schon vorher den Führerschein umtauschen können mit dem Vorteil, dass in diesem Fall keine Gesundheitsprüfung notwendig ist.

 

→ Lesen Sie den Artikel in der Zeitung „ABC“ vom 17. Januar 2015  → hier

 

Die Stadt Conil will ca. 5.000 illegale Häuser legalisieren

PICT0018Seit einigen Jahrzenhnten wurden im ländlichen Umland von Conil unzählige Häuser ohne Genehmigung gebaut. Nun hat das Ayuntamiento neue Verordnungen erlassen , die es Eigentümern ermöglichen ihre Immobilien nachträglich zu legalisieren. Es müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, der Besitzer darf sich z.B. nicht in einem laufenden Disziplinarverfahren wegen der Immobilie befinden, das Haus muss schon mindestens 6 Jahre stehen und es darf sich nicht im Hochwasserschutzgebiet befinden. Die Eigentümer müssen die Anträge selber stellen und auch  alle Verwaltungskosten selber tragen, dafür können sie dann Strom und Stadtwasser beantragen.


Gerne unterstützen wir Sie bei der Legalisierung Ihrer Immobilie (Behördengänge, Übersetzungen etc.)!

Lesen Sie hier den ganzen Artikel, der am 29.8.2014 auf der offiziellen Website von Conil veröffentlicht würde:

Deutscher Führerschein in Spanien

führerschein

Infoblatt der deutschen Botsschaft in Spanien

Immer noch ist für viele Residenten in Spanien unklar, ob ihr deutscher Führerschein gültig ist.

Oft erfährt man auch seitens der Guardia Civil Trafico Unkenntnis – bei manchen Kontrollen wird der spanische Führerschein verlangt, bei anderen wird das Mitführen des deutschen Führerscheins in keinster Weise bemängelt.
Seit Januar 2013 gibt es eine Neuregelung.

Informationen finden Sie im Merkblatt der deutschen Botschaft  >> Download als pdf

Erbschaftssteuer und Verjährung

WICHTIGE INFORMATIONEN FÜR RESIDENTEN IN SPANIEN Erbschaftssteuer und Verjährung Wenn ein Mensch stirbt, fällt der Nachlass an die Erben. Bei der Annahme des Nachlasses durch die Rechtsnachfolger wird eine Abgabe an den Staat fällig, die gemeinhin Erbschaftsteuer genannt wird. Die … Weiterlesen

Meldepflicht von Auslandsvermögen auch für Residenten

Wahrscheinlich erinnern sich einige noch daran, dass Anfang 2013 in Spanien ein Gesetz zur Meldepflicht von Auslandsvermögen erlassen worden ist, das für alle in Spanien unbeschränkt Steuerpflichtigen vorschreibt, Vermögenswerte im Ausland in einer gesonderten Steuererklärung (modelo 720) zu deklarieren. Die Erklärung hat zuerst einmal reinen Informationscharakter, aus ihr leitet sich kein direkte Steuerzahlungs-Pflicht ab. Natürlich sollte man für die deklarierten Vermögenswerte im Rahmen der Einkommensteuer– bzw. Vermögenssteuererklärung dann auch korrekte Angaben machen  >> Artikel weiterlesen.